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Dienstag, 22. Juni 2010

Zum ersten Mal seit 2000: Israelische Reiseleiter begleiten Gruppen nach Bethlehem




Ein gemeinsames Pilotprogramm des Israelischen Tourismusministeriums und der Palästinensischen Ziviladministration, das heute begann, erlaubt es israelischen Reiseleitern, auch in den Palästinensischen Autonomiegebieten zu arbeiten

Zum ersten Mal seit der zweiten Intifada kehrten heute fünfzig jüdische und drusische Reiseleiter und Fahrer im Rahmen eines neuen Pilotprojekts des Tourismusministeriums und der Palästinensischem Autonomiebehörde nach Bethlehem zurück. Seit Ausbruch der Intifada im Jahr 2000 ist es israelischen Staatsbürgern verboten, die Palästinensischen Autonomiegebiete zu betreten. Das Israelische Tourismusministerium kontaktierte kürzlich die IDF und die Autonomiebehörde, um die Einreiseerlaubnis für israelische Tourguides nach Bethlehem zu beantragen, da vor allem christliche Touristen und Pilger die Stadt regelmäßig besuchen.

Die Initiative des Tourismusministeriums ist das Resultat vieler Anfragen aus der Tourismusbranche – Reiseleiter, Reisebüros, Veranstalter und Touristen selbst –, die forderten, dass die professionellen Guides, die die Gruppen während ihres Besuchs in Israel begleiten, auch in Bethlehem die Reiseleitung übernehmen dürfen. Nach der Anfrage des Tourismusministeriums, stellte die Palästinensische Autonomiebehörde Anfang Januar klare Regelungen für die Einreise von israelischen Tourguides und Fahrern nach Bethlehem auf. Etwa 500 Reiseleiter und Fahrer wollten an dem Pilotprojekt teilnehmen, und die fünfzig die per Auslosung ausgewählt wurden, werden heute ihre Arbeit in Bethlehem aufnehmen.

In den letzten zwei Jahren gab es verstärkte Kooperationen zwischen dem Tourismusministerium und der Palästinensischen Autonomiebehörde. Die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit brachte 2008 über eine Million Besucher nach Bethlehem und über 1.3 Millionen im Jahr 2009.

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